{"id":501,"date":"2023-12-15T16:46:52","date_gmt":"2023-12-15T16:46:52","guid":{"rendered":"https:\/\/eaf-pfalz.de\/?p=501"},"modified":"2023-12-20T23:14:30","modified_gmt":"2023-12-20T23:14:30","slug":"unterhaltsrecht-soll-alle-betreuungsmodelle-ermoeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eaf-pfalz.de\/?p=501","title":{"rendered":"Unterhaltsrecht soll alle Betreuungsmodelle erm\u00f6glichen!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>eaf nimmt Stellung zu Eckpunkten des BMJ zur Unterhaltsrechtsreform<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressemitteilung vom 20.12.23<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin.<\/strong> Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf) unterst\u00fctzt in ihrer aktuellen Stellungnahme die Entscheidung des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) f\u00fcr ein Stufenmodell und gegen eine tagesgenaue Berechnungsmethode. Sie sieht aber die in den <a href=\"https:\/\/www.bmj.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Gesetzgebung\/Eckpunkte\/Eckpunkte_Unterhaltsrecht.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Eckpunkten des BMJ<\/a> vorgeschlagenen Stufen und ihre unterhaltsrechtlichen Folgen f\u00fcr das asymmetrische Wechselmodell kritisch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJe nach Verteilung der Alltagsaufgaben der Eltern und einer konkreten Erwerbst\u00e4tigkeit des hauptbetreuenden Elternteils sollte aus Sicht der eaf fr\u00fchestens ab 33 Prozent Mitbetreuung ein asymmetrisches Wechselmodell angenommen werden\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr. Martin Bujard, Pr\u00e4sident der eaf, und verweist bez\u00fcglich der Begr\u00fcndung der Stufen auf das<a> <\/a><a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/resource\/blob\/191558\/78b23ce18ad52df2401bc9a63728cb40\/gutachten-gemeinsam-getrennt-erziehen-zusammenfassung-beirat-fuer-familienfragen-data.pdf\">Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats<\/a> des Bundesfamilienministeriums.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir bef\u00fcrworten in diesem Fall eine moderate Unterhaltsk\u00fcrzung, eine Barunterhaltspflicht f\u00fcr beide Elternteile im asymmetrischen Wechselmodell zwischen 33 und 45 Prozent lehnen wir ab. Die Untergrenze eines symmetrischen Wechselmodells kann aus Sicht der eaf bereits ab 45 Prozent Mitbetreuung festgelegt und mit einer Barunterhaltspflicht f\u00fcr beide Elternteile verbunden werden, wenn auch die Verantwortung f\u00fcr Alltagsaufgaben ann\u00e4hernd h\u00e4lftig geteilt wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein reformiertes Kindesunterhaltsrecht sollte Elternkonflikte vermeiden helfen und keine Sogwirkung f\u00fcr bestimmte Betreuungsmodelle entfalten. Deshalb m\u00fcssen die unterhaltsrechtlichen Regelungen in einem asymmetrischen Wechselmodell so gestaltet werden, dass der hauptbetreuende Elternteil nicht bef\u00fcrchten muss, bei einer Ausweitung der Betreuung des anderen Elternteils den reduzierten Kindesunterhalt nicht durch eigenes Erwerbseinkommen kompensieren zu k\u00f6nnen.<a><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u201cUns ist es wichtig, kein Betreuungsmodell zu diskreditieren\u201c, begr\u00fcndet Bujard die Haltung seines Verbandes. \u201eAbh\u00e4ngig von Wohnsituation, Alter der Kinder, Arbeitsbedingungen und Betreuungsm\u00f6glichkeiten kann f\u00fcr jede Familie ein anderes Betreuungsmodell das Richtige sein. Wenn ein Elternteil in gr\u00f6\u00dferem Umfang mitbetreuen m\u00f6chte, muss dies ebenso erm\u00f6glicht werden und verdient F\u00f6rderung und Anerkennung. Hier ist die Gesellschaft gefragt: Betreuungsbedingte Mehrbelastungen sollten im Sozial- und Steuerrecht ber\u00fccksichtigt werden, im Unterhaltsrecht hingegen ist oberste Priorit\u00e4t die tats\u00e4chliche Bedarfsdeckung des Kindes.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.eaf-bund.de\/sites\/default\/files\/2023-12\/231220%20STN%20Eckpunkte%20UnterhaltsR.pdf\"><strong>Stellungnahme<\/strong><\/a> der eaf zu den Eckpunkten des Bundesministeriums der Justiz zur Modernisierung des Unterhaltsrechts vom 24. August 2023<\/p>\n\n\n\n<p>Ansprechpartnerin: Sigrid Andersen, E-Mail: <a href=\"mailto:andersen@eaf-bund.de\">andersen@eaf-bund.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eaf nimmt Stellung zu Eckpunkten des BMJ zur Unterhaltsrechtsreform Pressemitteilung vom 20.12.23 Berlin. 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