{"id":603,"date":"2024-05-22T19:31:47","date_gmt":"2024-05-22T19:31:47","guid":{"rendered":"https:\/\/eaf-pfalz.de\/?p=603"},"modified":"2024-05-30T19:32:14","modified_gmt":"2024-05-30T19:32:14","slug":"zeitverwendungserhebung-2022-buendnis-sorgearbeit-fair-teilen-fordert-oekonomische-eigenstaendigkeit-von-frauen-zu-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eaf-pfalz.de\/?p=603","title":{"rendered":"Zeitverwendungserhebung 2022: B\u00fcndnis Sorgearbeit fair teilen fordert, \u00f6konomische Eigenst\u00e4ndigkeit von Frauen zu unterst\u00fctzen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Frauen arbeiten mehr als M\u00e4nner, aber \u00fcberwiegend unbezahlt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressemitteilung vom 22.05.24<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berlin.<\/strong> Frauen arbeiten mehr als M\u00e4nner, aber \u00fcberwiegend unbezahlt, unterstreichen die 31 Mitgliedsorganisationen des B\u00fcndnisses Sorgearbeit fair teilen. Sie fordern Arbeitgeber*innen und Betriebe auf, sorgearbeitsgerechte Arbeitszeitmodelle anzubieten. Zudem sehen sie die Politik in der Pflicht, Rahmenbedingungen f\u00fcr die gleichm\u00e4\u00dfigere Aufteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern zu schaffen.<br>Im Vorfeld des 75. Jahrestages des Grundgesetzes weisen die B\u00fcndnismitglieder darauf hin, dass die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern faktisch noch nicht erreicht ist: \u201eDie Gesamtarbeitsbelastung und die Zeit, die Frauen f\u00fcr unbezahlte Sorgearbeit aufwenden, haben gegen\u00fcber der Vorerhebung 2012\/2013 zugenommen. Gerade bei Eltern junger Kinder besteht nach wie vor hoher Umverteilungsbedarf von bezahlter und unbezahlter Arbeit \u2013 sowohl innerhalb der Paarbeziehung als auch durch ausreichende, hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote wie Kitas und Ganztagsschulen und professionelle Haushaltsdienstleistungen.\u201c<br>Frauen \u00fcbernehmen nach wie vor den gr\u00f6\u00dften Teil der Arbeit in Haushalt, Kinderbetreuung und Angeh\u00f6rigenpflege. Sie tragen in aller Regel auch die Risiken dieser traditionellen Aufgabenteilung:\u00a0 schlechtere Entlohnung, schlechtere berufliche Perspektiven und mangelnde finanzielle Absicherung bis hin zur Rente.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir fordern Wirtschaft und Arbeitgeber*innen auf, die W\u00fcnsche vieler M\u00fctter nach Verl\u00e4ngerung und jene vieler V\u00e4ter nach einer Reduzierung ihrer Erwerbsarbeitszeiten zu ber\u00fccksichtigen. Die Ausweitung des Erwerbsvolumens von Frauen kann nicht ohne Entlastung bei der Sorgearbeit durch M\u00e4nner funktionieren: Ersch\u00f6pfung und \u00dcberlastung von Frauen und insbesondere M\u00fcttern drohen sich ansonsten weiter zu versch\u00e4rfen.\u201c Zudem sehen die B\u00fcndnismitglieder die Politik in der Pflicht, widerspruchsfreie Rahmenbedingungen f\u00fcr die gleichm\u00e4\u00dfigere Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern zu schaffen und Ma\u00dfnahmen wie die Familienstartzeit und den Ausbau der Partner*innen-Monate beim Elterngeld, die Einf\u00fchrung einer Lohnersatzleistung f\u00fcr Pflegezeiten oder die Reform des Ehegattensplittings endlich umzusetzen, um die \u00f6konomische Eigenst\u00e4ndigkeit von Frauen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vollst\u00e4ndige Kurzbewertung des B\u00fcndnisses Sorgearbeit fair teilen zur Zeitverwendungserhebung 2022 ist hier zu finden: <a href=\"https:\/\/www.sorgearbeit-fair-teilen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BSFT-Kurzbewertung-ZVE.pdf\">https:\/\/www.sorgearbeit-fair-teilen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/BSFT-Kurzbewertung-ZVE.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen arbeiten mehr als M\u00e4nner, aber \u00fcberwiegend unbezahlt Pressemitteilung vom 22.05.24 Berlin. 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